Todtmoos als Vorreiter von Strom aus Wasserkraft
Die Höflesäge wurde bereits im Jahre 1913 als Säge- und Elektrizitätswerk im Ortsteil Höfle von dem genialen Tüftler Serafin Gehri aus Schwarzenbach erbaut und konstruierte. Das sich durch die Rabenschlucht schlängelnde Gewässer weist in Höfle eine Fallhöhe von 42 Metern auf, die optimal zur Nutzung der Wasserkraft Verwendung fand.
Die große Turbine lieferte damals schon Energie zum Sägen von Baumstämmen.
Noch lange bevor das Thema erneuerbare Energien aufkam, erkannte Ernst Maier aus Todtmoos-Rütte als Individualist die Zeichen der Zeit und betreibt somit seit 1994 die Wasserkraftanlage in der ehemaligen Höfle-Säge. Die restaurierte Turbine wird vom Wasser des Wegner- bzw. Sägebaches gespeist. Als Wasserspeicher dient hierfür der Sägeweiher, der idyllisch oberhalb der Höflesäge liegt.
Das Kleinkraftwerk erzeugt im Jahr 120 000 Kilowattstunden Strom, dies entspricht in etwa dem Verbrauch von 40 bis 50 Haushalten.
In der Möbelwerkstatt im Obergeschoss des Hauses, die von Ernst Maiers Sohn betrieben wird, wird somit völlig Klimaneutral gearbeitet und geschreinert. 80 % des erzeugten Stroms werden in das allgemeine Stromnetz eingespeist.